Entwicklung von Auszubildenden fördern, Konflikte erkennen und lösen (AEVO 3.7)

Ausbilden heißt mehr als Fachwissen vermitteln. Viele Auszubildende sind Jugendliche oder junge Erwachsene, die im Betrieb zum ersten Mal Verantwortung tragen. Du begleitest sie in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung und musst Konflikte erkennen, bevor sie die Ausbildung gefährden. Das Thema gehört zum Handlungsfeld 3 „Ausbildung durchführen“ der Ausbildereignungsprüfung (AEVO) und steht im Rahmenplan unter der Nummer 3.7.

Auf dieser Seite gehe ich die neun Punkte dieses Kompetenzbereichs durch: von der Rolle des Betriebs über Kommunikation und Konfliktlösung bis zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen.


📘 Auf einen Blick

MerkmalInformation
PrüfungAusbildereignungsprüfung nach AEVO
Handlungsfeld3 – Ausbildung durchführen (60 von 115 Unterrichtseinheiten im Rahmenplan)
Kompetenzbereich3.7 – Soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden fördern, Probleme und Konflikte rechtzeitig erkennen sowie auf eine Lösung hinwirken
Schriftliche PrüfungSehr häufig als Fall: Ein Konflikt wird geschildert, du nennst Ursachen und beschreibst dein Vorgehen
Praktische PrüfungMittel: Konfliktgespräch als Thema einer Präsentation, Verhaltensfragen im Fachgespräch
Gilt fürAlle angehenden Ausbilder, unabhängig von Beruf und Branche

Warum ist das Thema wichtig?

Rund jeder vierte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig gelöst. Die Gründe sind selten fachlich. Meist geht es um Konflikte mit Ausbildern oder Kollegen, um enttäuschte Erwartungen oder um private Probleme. Wer hinsieht und früh das Gespräch sucht, verhindert viele dieser Abbrüche.

Außerdem hast du einen gesetzlichen Auftrag: Der Ausbildende muss dafür sorgen, dass Auszubildende charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet werden. Das steht ausdrücklich im Berufsbildungsgesetz.


Was lernst du auf dieser Seite?

Nach dem Lesen dieser Seite kannst du:

  • die Bedeutung des Betriebs für die Entwicklung Jugendlicher erklären,
  • entwicklungstypisches Verhalten einordnen,
  • Gespräche wertschätzend führen,
  • auffälliges Verhalten und Konflikte früh erkennen,
  • Konfliktarten und Eskalationsstufen unterscheiden,
  • ein Konfliktgespräch in festen Schritten führen,
  • Maßnahmen gegen Ausbildungsabbrüche nennen.

1. Der Betrieb als Ort der Sozialisation

Sozialisation ist der Prozess, in dem ein Mensch die Werte, Regeln und Verhaltensweisen seiner Umgebung übernimmt. Zuerst prägt die Familie, dann Schule und Freundeskreis. Mit der Ausbildung kommt der Betrieb als neue, starke Größe dazu.

Im Betrieb lernen Auszubildende Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Zusammenarbeit, den Umgang mit Kritik und Verantwortung für ein Ergebnis. Sie lernen das weniger aus Erklärungen als durch Beobachtung. Deshalb ist deine Vorbildfunktion so wichtig: Wer selbst zu spät kommt, Sicherheitsregeln umgeht oder abfällig über Kollegen spricht, kann nichts anderes verlangen.

Zur Verantwortung des Betriebs gehört auch, Auszubildende vor Überlastung zu schützen: realistische Aufgaben, Einhaltung von Arbeitszeit und Pausen, ein fester Ansprechpartner und ein Klima, in dem man Probleme ansprechen kann.


2. Entwicklungsaufgaben Jugendlicher

Jugendliche stehen vor mehreren Aufgaben gleichzeitig. Die Ausbildung ist nur eine davon.

EntwicklungsaufgabeWas das im Betrieb bedeutet
Ablösung vom ElternhausWunsch nach Selbstständigkeit, Empfindlichkeit gegenüber Bevormundung
Eigene Identität und Werte findenAusprobieren von Rollen, Hinterfragen von Regeln
In die Berufsrolle hineinwachsenUnsicherheit, ob der Beruf der richtige ist, Suche nach Anerkennung
Beziehungen zu Gleichaltrigen aufbauenFreundeskreis und Partnerschaft haben hohen Stellenwert und beeinflussen die Leistung
Mit Geld und Verantwortung umgehenErste eigene Vergütung, erste eigene Entscheidungen, auch Fehlentscheidungen

Wie sich ein Jugendlicher entwickelt, hängt von drei Einflüssen ab: von seinen Anlagen, von seiner Umwelt und davon, wie er sich selbst steuert.


3. Entwicklungstypisches Verhalten und soziale Einflüsse

Manches Verhalten, das im Betrieb stört, ist für das Alter normal: Stimmungsschwankungen, Auflehnung gegen Autoritäten, Selbstüberschätzung und kurz darauf große Unsicherheit, starke Orientierung an Gleichaltrigen. Reagiere darauf gelassen und klar. Regeln gelten, aber die Person wird nicht abgewertet.

Starken Einfluss haben die Bezugsgruppen: Familie, Freunde, Verein, soziale Medien und die Gruppe der Auszubildenden im Betrieb. Dazu kommt das Zusammentreffen mehrerer Generationen im Betrieb. Ältere Kollegen haben oft andere Vorstellungen von Arbeit, Hierarchie und Kommunikation als Berufsanfänger. Hier vermittelst du in beide Richtungen.


4. Kommunikation fördern

Die meisten Konflikte entstehen durch Missverständnisse. Ein bekanntes Modell erklärt, warum: Jede Nachricht hat vier Seiten.

SeiteBedeutungBeispiel: „Die Halle ist noch nicht gefegt.“
SachinhaltWorüber ich informiereDie Halle ist nicht gefegt.
SelbstkundgabeWas ich von mir zeigeMich stört das.
BeziehungWie ich zum anderen steheIch muss dir alles zweimal sagen.
AppellWas ich erreichen willFeg bitte die Halle.

Der Auszubildende hört vielleicht nur die Beziehungsseite und fühlt sich angegriffen. Für deine Gesprächsführung folgt daraus:

  • Klar sagen, was du willst: den Appell aussprechen, statt ihn zu verstecken.
  • Ich-Botschaften: „Mir ist wichtig, dass …“ statt „Du hast schon wieder …“.
  • Aktiv zuhören: ausreden lassen, nachfragen, mit eigenen Worten zusammenfassen.
  • Offene Fragen stellen: „Wie siehst du das?“ statt Fragen, auf die nur Ja oder Nein passt.
  • Auf Körpersprache achten: die eigene und die des anderen.

Fördere diese Fähigkeiten auch bei deinen Auszubildenden, zum Beispiel indem sie Arbeitsergebnisse vorstellen, Kundengespräche üben und Rückmeldung zu ihrem Gesprächsverhalten bekommen.


5. Auffälliges Verhalten und Konflikte erkennen

Warnzeichen

BereichMögliche Anzeichen
Angst und ÜberforderungRückzug, häufige Krankmeldungen, Vermeiden bestimmter Aufgaben oder Personen
AggressionGereiztheit, Provokation, Streit, Sachbeschädigung
SuchtUnzuverlässigkeit, starke Leistungsschwankungen, Geruch, Geldprobleme, ständige Müdigkeit, auch durch übermäßige Mediennutzung
Konflikt im TeamGruppenbildung, Tuscheln, Dienst nach Vorschrift, jemand wird gemieden

Sprich Veränderungen früh an. Du musst keine Diagnose stellen, aber du musst hinsehen, das Gespräch suchen und bei Bedarf an Fachleute verweisen, etwa an eine Suchtberatung.

Konfliktarten

Nach BeteiligtenBedeutung
Innerer KonfliktEine Person ist mit sich selbst uneins, zum Beispiel: Ausbildung fortsetzen oder abbrechen?
Konflikt zwischen zwei PersonenZum Beispiel Auszubildender und Ausbildungsbeauftragter
GruppenkonfliktInnerhalb einer Gruppe oder zwischen zwei Gruppen
Nach GegenstandWorum es geht
Sach- und ZielkonfliktUnterschiedliche Ansichten über Ziel oder Weg
BeziehungskonfliktAbneigung, verletzte Gefühle, fehlende Wertschätzung
VerteilungskonfliktWer bekommt die interessante Aufgabe, den Urlaub, die Anerkennung?
RollenkonfliktWidersprüchliche Erwartungen an dieselbe Person
WertekonfliktUnterschiedliche Überzeugungen

6. Konflikte konstruktiv lösen

Konfliktanalyse

Bevor du eingreifst, klärst du:

  • Wer ist beteiligt, wer ist nur betroffen?
  • Worum geht es wirklich: um die Sache oder um die Beziehung?
  • Seit wann besteht der Konflikt, und wie weit ist er schon eskaliert?
  • Welche Interessen stehen hinter den Positionen?
  • Was passiert, wenn nichts geschieht?

Eskalationsstufen

Konflikte verschärfen sich in Stufen. Ein verbreitetes Modell unterscheidet neun Stufen in drei Ebenen:

EbeneKennzeichenWas noch hilft
1. Beide können noch gewinnenVerhärtung, Streit, erste Taten statt WorteDie Beteiligten lösen es selbst oder mit Hilfe des Ausbilders
2. Einer gewinnt, einer verliertVerbündete suchen, den anderen bloßstellen, DrohungenVermittlung durch eine neutrale dritte Person
3. Beide verlierenGezielte Schädigung, VernichtungswilleNur noch Eingriff von außen, etwa Trennung der Beteiligten

Je früher du eingreifst, desto einfacher ist die Lösung.

Das Konfliktgespräch in sechs Schritten

  1. Vorbereiten: Informationen sammeln, Termin und ungestörten Raum wählen, eigene Haltung klären.
  2. Eröffnen: Anlass und Ziel nennen, Gesprächsregeln vereinbaren.
  3. Sichtweisen hören: Jeder schildert seine Sicht, ohne unterbrochen zu werden.
  4. Ursachen und Interessen klären: nachfragen, zusammenfassen, Gemeinsamkeiten festhalten.
  5. Lösungen suchen: Vorschläge sammeln, bewerten, eine Lösung wählen, mit der beide leben können.
  6. Vereinbaren und nachhalten: Absprachen festhalten und einen Termin zur Überprüfung setzen.

Bleib dabei neutral. Du bist Vermittler, nicht Richter. Bist du selbst beteiligt, brauchst du eine dritte Person.

Hilfe von außen

  • Betriebsrat sowie Jugend- und Auszubildendenvertretung,
  • Ausbildungsberater der zuständigen Stelle,
  • der Schlichtungsausschuss bei der Kammer, der bei Streitigkeiten aus einem bestehenden Ausbildungsverhältnis vor einer Klage beim Arbeitsgericht angerufen werden muss, wenn er eingerichtet ist,
  • Beratungslehrer und Schulsozialarbeit der Berufsschule.

7. Wertschätzung und Vielfalt fördern

In jedem Betrieb arbeiten Menschen, die sich in Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion, körperlichen Voraussetzungen oder Lebensweise unterscheiden. Diese Vielfalt ist normal und ein Gewinn. Deine Aufgabe ist es, einen respektvollen Umgang vorzuleben und einzufordern.

Benachteiligungen wegen dieser Merkmale sind nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten. Abfällige Sprüche, Ausgrenzung oder Belästigung darfst du nicht dulden, auch nicht „als Spaß“. Inklusion bedeutet, dass Menschen mit Behinderung selbstverständlich dazugehören und die Arbeit so gestaltet wird, dass sie teilhaben können.


8. Mit Widersprüchen umgehen

Im Berufsleben passen Anforderungen nicht immer zusammen: schnell und zugleich fehlerfrei, kundenfreundlich und zugleich vorschriftsgemäß, sparsam und zugleich hochwertig. In der Berufsschule wird manches anders gelehrt, als es im Betrieb gemacht wird.

Auszubildende müssen lernen, solche Ziel- und Interessenkonflikte auszuhalten und vernünftig zu entscheiden. Du hilfst, indem du den Widerspruch offen benennst, die Rangfolge erklärst (Sicherheit vor Tempo), bei Unsicherheit die Rückfrage ausdrücklich erlaubst und Entscheidungen im Nachhinein gemeinsam besprichst.


9. Ausbildungsabbrüche vermeiden

Häufige UrsacheWas du dagegen tust
Falsche Vorstellungen vom BerufVor Vertragsschluss ehrlich informieren, Praktikum anbieten
Konflikte mit Ausbildern oder KollegenRegelmäßige Gespräche, früh vermitteln, notfalls Abteilung oder Ansprechpartner wechseln
Überforderung, schlechte NotenLernbedarfsgespräch, Hilfen im Betrieb, Assistierte Ausbildung
Schlechte AusbildungsqualitätAusbildungsplan einhalten, keine ausbildungsfremden Arbeiten, feste Betreuung
Private ProblemeZuhören, auf Beratungsstellen hinweisen, bei Bedarf Teilzeit prüfen
GesundheitArbeitsbedingungen prüfen, Betriebsarzt einbeziehen

Die wirksamste Vorbeugung ist das regelmäßige Gespräch, auch wenn gerade nichts vorgefallen ist. Wer nur redet, wenn es brennt, erfährt von den meisten Problemen zu spät.


Praxisbeispiel aus dem Kraftverkehr

Ein Berufskraftfahrer im ersten Ausbildungsjahr, 18 Jahre alt, fährt seit zwei Monaten mit einem erfahrenen Fernfahrer mit. Der Fahrer beschwert sich: Der Auszubildende sei ständig am Handy und frech. Der Auszubildende sagt, er dürfe nur putzen und Paletten zählen und werde angeschrien.

Analyse: Beteiligt sind zwei Personen aus verschiedenen Generationen. An der Oberfläche geht es um das Handy, dahinter um fehlende Wertschätzung auf beiden Seiten und um ausbildungsfremde Tätigkeiten. Der Konflikt ist auf der ersten Ebene: Beide reden noch, aber gereizt.

Gespräch: Du sprichst zuerst mit jedem einzeln, dann mit beiden. Jeder schildert seine Sicht. Du fasst zusammen: Der Fahrer wünscht sich Aufmerksamkeit und Respekt, der Auszubildende echte Aufgaben.

Vereinbarung: Das Handy bleibt während der Fahrt und beim Be- und Entladen in der Tasche. Der Fahrer überträgt dem Auszubildenden jede Woche eine neue Aufgabe aus dem Ausbildungsplan, zuerst die Abfahrtkontrolle und das Ausfüllen der Frachtpapiere. Nach drei Wochen sprecht ihr wieder.

Eigene Verantwortung: Du prüfst außerdem, ob der Fahrer als Ausbildungsbeauftragter genug Unterstützung hat, und gibst ihm den Ausbildungsplan in die Hand.

🏭 So sieht das in der Fertigung aus

In der Montage beschwert sich eine Vorarbeiterin über einen Auszubildenden, der „keine Lust“ habe. Er wiederum darf seit Wochen nur Teile sortieren. Auch hier steckt hinter dem Vorwurf ein Bedürfnis auf beiden Seiten. Das Vorgehen ist dasselbe: Einzelgespräche, gemeinsames Gespräch, konkrete Vereinbarung mit Aufgaben aus dem Ausbildungsplan und ein fester Termin zur Überprüfung.


Typische Prüfungsfragen mit Antworten

Welche Konfliktarten kennst du?

Nach Beteiligten: innerer Konflikt, Konflikt zwischen zwei Personen, Gruppenkonflikt. Nach Gegenstand: Sach- und Zielkonflikt, Beziehungskonflikt, Verteilungskonflikt, Rollenkonflikt, Wertekonflikt.

Wie läuft ein Konfliktgespräch ab?

Vorbereiten, eröffnen, Sichtweisen hören, Ursachen und Interessen klären, Lösungen suchen, Vereinbarung treffen und nachhalten.

Welche vier Seiten hat eine Nachricht?

Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell.

Woran erkennst du einen schwelenden Konflikt?

An Rückzug, Gereiztheit, Gruppenbildung, nachlassender Leistung, häufigeren Fehlzeiten und daran, dass Beteiligte einander meiden.

Was kannst du tun, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden?

Vor Vertragsschluss realistisch informieren, die Probezeit aktiv gestalten, regelmäßig Gespräche führen, bei Lernschwierigkeiten früh helfen, Konflikte zeitnah klären und externe Hilfe wie die Assistierte Ausbildung oder den Ausbildungsberater der Kammer nutzen.

Was bedeutet charakterliche Förderung?

Der Ausbildende hat nach dem Berufsbildungsgesetz dafür zu sorgen, dass Auszubildende in ihrer Persönlichkeit gefördert werden, zum Beispiel in Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit, und dass sie sittlich und körperlich nicht gefährdet werden.


Übungsaufgabe

Situation: In deiner Abteilung arbeiten drei Auszubildende. Zwei von ihnen verbringen die Pausen zusammen, die dritte sitzt seit Wochen allein. Sie ist erst vor einem Jahr nach Deutschland gekommen. Ihre Leistungen lassen nach, und gestern hat sie sich zum dritten Mal in diesem Monat krankgemeldet.

Aufgabe: a) Benenne die Art des Konflikts. b) Beschreibe dein Vorgehen in fünf Schritten.

Lösungsvorschlag

a) Ein Gruppenkonflikt, vermutlich mit Beziehungs- und Werteanteilen. Die Anzeichen sind Ausgrenzung, Leistungsabfall und Fehlzeiten.

b) Vorgehen

  1. Ich beobachte genauer und spreche zuerst mit der betroffenen Auszubildenden unter vier Augen, ohne Vorwurf.
  2. Ich spreche einzeln mit den beiden anderen und frage nach ihrer Sicht.
  3. Ich führe ein gemeinsames Gespräch mit klaren Regeln und mache deutlich, dass Ausgrenzung im Betrieb nicht geduldet wird.
  4. Ich gebe den dreien eine gemeinsame Aufgabe, bei der jede einen eigenen Beitrag leisten muss.
  5. Ich vereinbare einen Folgetermin, beobachte die Entwicklung und biete der Auszubildenden bei Bedarf Unterstützung an, etwa bei der Sprache.

Bedeutung für die praktische Prüfung

Ein Konflikt- oder Kritikgespräch kannst du als Ausbildungssituation präsentieren. Häufiger kommt das Thema im Fachgespräch: „Ihr Auszubildender erscheint unpünktlich zur Unterweisung. Wie reagieren Sie?“ Antworte in drei Schritten: Unterweisung sachlich durchführen, danach unter vier Augen ansprechen, Ursache klären und eine Vereinbarung treffen.


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Fazit

Der Betrieb prägt junge Menschen, und du bist dabei Vorbild. Vieles, was im Alltag stört, gehört zum Alter. Konflikte dagegen lösen sich selten von selbst: früh erkennen, analysieren, das Gespräch führen, eine Vereinbarung treffen und nachhalten.

Für die Prüfung solltest du die Konfliktarten, die Schritte des Konfliktgesprächs und die vier Seiten einer Nachricht sicher beherrschen und Maßnahmen gegen Ausbildungsabbrüche nennen können.